Aktuelles
Überblick: Das bringt der Fahrplan 2019 für Jena
Der Fahrplanentwurf für das Fahrplanjahr 2019 (Inkrafttreten 9.12.2018) sieht für Jena signifikante Verbesserungen im Nahverkehr vor. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.
Der Fahrplanentwurf für das Fahrplanjahr 2019 (Inkrafttreten 9.12.2018) sieht für Jena signifikante Verbesserungen im Nahverkehr vor. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.
Vom 14. Februar bis zum 4. März 2018 können Fahrgäste die Entwürfe für den Nahverkehrs-Fahrplan 2019 einsehen und Verbesserungsvorschläge und Anregungen abgeben. Die Befragung findet online über die Website der NVS statt.
Eine Übersicht zu den Verbesserungen, die der Fahrplan 2019 für Jena mit sich bringt, gibt unsere Themenseite „Überblick: Das bringt der Fahrplan 2019 für Jena“.
Ab diesem Jahr soll alles anders werden – und die Bahn endlich wieder nach der Pfeife des Bundes tanzen: „Für uns steht als Eigentümer der Deutschen Bahn AG nicht die Maximierung des Gewinns, sondern eine sinnvolle Maximierung der Verkehre auf der Schiene im Vordergrund“, heißt es in dem Beschlusspapier, das dem Handelsblatt vorliegt.
Das Land Thüringen hält Wort, Ersatz für den ICE zu schaffen. Heute wird ein neuer Vertrag für einen Express von Jena nach Halle unterschrieben. Und weitere Pläne liegen bereits in der Schublade.
Halle (Saale) Fernverkehr ist Daseinsvorsorge, sagt Prof. Heiner Monheim, einer der renommiertesten Verkehrsforscher Deutschlands. Alexander Schierholz sprach mit ihm über die Schnellfahrtrasse Berlin-München und die Folgen für die Orte, in denen der ICE nicht mehr Halt macht.
Der nach eigenen Angaben größte Fahrplanwechsel in der Geschichte der Deutschen Bahn liegt einen Monat zurück. So lange ist die neue Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München in Betrieb – und die Fahrgastzahlen haben sich zur Freude der Bahn verdoppelt.
Doch abseits der Paradestrecke herrscht oft mehr Frust als Freude: Zugunsten der schnellen Züge sind mitteldeutsche Städte wie Naumburg, Jena oder Saalfeld nun vom quasi Fernverkehr abgehängt. Reisende beklagen unpünktliche oder überfüllte Züge. Trotzdem steigen erneut die Fahrpreise.
Erwartungsgemäß war im Umfeld der Eröffnung der ICE-Neubaustrecke auch das Medieninteresse am Schicksal Jenas groß. Während sich die Deutsche Bahn und die Bundespolitprominenz im VDE8-Jubelrausch befanden und die neu gerissenen Lücken im Fernverkehrsnetz konsequent totschwiegen, gaben sich in Jena überegionale Medienvertreter die Klinke in die Hand. Kein Wunder, denn dass eine milliardenschwere Investition öffentlicher Mittel in neue Verkehrswege ausgerechnet einen der wichtigsten ostdeutschen Wachstumskerne so gründlich vom schnellen Schienenverkehr abhängt, passiert nicht alle Tage.
Die Thüringer Landesregierung hat angekündigt, auf eigene Kosten zusätzliche Züge beauftragen zu wollen, damit Jena weiter an den Fernverkehr angebunden bleibt. Darauf habe sich das Kabinett in seiner Sitzung am Dienstag verständigt, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) auf dem „Bahngipfel Ostthüringen“ in Jena.
Auch wenn der Bahndialog Ostthüringen am 29.11.2017 nichts Überraschendes brachte (zumindest für regelmäßige Leser unserer Seiten), so hat er doch eines deutlich gezeigt: der Wind dreht.
Im Dezember 2017 wird mit der Inbetriebnahme der letzten ICE-Teilstrecke durch den Thüringer Wald von Ebensfeld nahe Nürnberg nach Erfurt das größte Verkehrsprojekt der Deutschen Einheit, das Schienenprojekt VDE 8, abgeschlossen. Mit der weiteren Perspektive für die Region beschäftigt sich der zweite „Bahndialog Ostthüringen“ am 29. November in Jena.