Bundesverband SchienenNahverkehr fordert bestellten Fernverkehr

Umgehende Einrichtung einer „Task-Force Deutschlandtakt“ erforderlich

Der Bundesverband SchienenNahverkehr, in dem sich alle 27 Aufgabenträger zusammengeschlossen haben, die im Auftrag der Bundesländer den Nahverkehr organisieren und Verkehrsleistungen bestellen (bisher: BAG-SPNV), hat ein Gutachten der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) zur Klärung der noch offenen Fragen rund um den Deutschlandtakt in Auftrag vorgestellt. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass für die Planung und
Realisierung des Deutschlandtaktes der Aufbau eines Aufgabenträgers für den Fernverkehr notwendig ist. Als entscheidend werden drei zentrale Punkte hervorgehoben:

  • Der Bund muss das gewünschte Leistungsangebot fest vorgeben die Einhaltung monitoren.
  • Wettbewerbliche Vergaben ermöglichen eine Effizienzsteigerung.
  • Ein bundesweites und anbieterneutrales Vertriebssystem stellt sicher, dass Fahrgäste Tickets unkompliziert und überall erwerben können.

Zur Umsetzung fordert der Bundesverband eine „Task-Force Deutschlandtakt“, um die notwendigen Schritte vorzubereiten und zu koordinieren, insbesondere:

  • Evaluierung des 3. Gutachterentwurfs des Zielfahrplans des Deutschlandtakts
  • Definition der Etappierungen
  • Sicherstellung der Finanzierung der Maßnahmen durch Bund und Länder
  • Vorbereitung eines Bundesnetzplans
  • Abstimmung mit dem Bundesmobilitätsgesetz

Deutschlandtakt braucht Dirigent*in im Fernverkehr (Pressemeldung Bundesverband SchienenNahverkehr vom 23.11.)

Marktmodelle zur Organisation des Deutschlandtaktes (Kurzgutachten Prof. Dr. Christian Böttger, HTW Berlin)

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